WordPress als Website-System

Date:  |  Author: Matthias Pommranz

WordPressWebsites werden nur selten von Hand programmiert. Das geht zwar durchaus, aber sobald die Zahl der Seiten und der Funktionen zunimmt, steigt der Aufwand und der Administrator kommt schnell an seine Grenzen. Daher ist es nur logisch, dass sich Content Management Systeme durchgesetzt haben: Sie bieten eine umfangreiche und flexible Basis, um Websites aufzubauen, zu warten und weiterzuentwickeln. Studio2 arbeitet mit WordPress. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie ein WordPress-System funktioniert und welche Vorteile es bietet.

So arbeiten Content Management Systeme

Was Textverarbeitungsprogramme wie Word oder OpenOffice für das Büro, das bieten Content Management Systeme (CMS) für Webseiten: Ein vergleichsweise einfach zu bedienendes Werkzeug, um Texte zu bearbeiten, Bilder, Effekte usw. einzubinden und fertige Seiten auszugeben. Nur dass ein CMS nicht auf dem lokalen Rechner, sondern auf dem Webserver installiert wird. Und dass natürlich noch weitere Funktionen dazu kommen: die Verwaltung der Seiten und Menues, Einbindung von Zusatzfunktionen (Volltextsuche, Kommentare, Termindatenbank, Downloads … ), Benutzerregistrierung und Administrationsrechte usw.

In einem CMS lassen sich die Seiteninhalte und die Gestaltung unabhängig voneinander bearbeiten. Erst direkt beim Seitenaufruf durch einen Besucher werden der Seiteninhalt, der gestalterische Rahmen (Kopfbereich, Fußzeile, Formatierung der Texte), die Menues und weitere Bausteine aus der Datenbank abgerufen und zu einer aktuellen Version der Seite zusammengefügt.

Ebenso wie die eigentliche Website (das »Frontend«) wird das CMS dahinter (»Backend«) über Webbrowser bedient, natürlich über einen passwortgeschützten Zugang. Es können verschiedene Benutzer mit unterschiedlichen Berechtigungen angelegt werden, so dass Sie oder Ihre Mitarbeiter ggf. selbst Änderungen vornehmen oder neue Beiträge anlegen können.

So sieht dieser Artikel im WordPress-Backend aus

Abb.: So sieht dieser Artikel im WordPress-Backend aus

Ausbauen und Weiterentwickeln

Eine Basisinstallation von WordPress deckt die wichtigsten Funktionen ab. Auf dieser Grundlage kann der Webdesigner loslegen und die gewünschte Website zusammenstellen:

  • Seiten aufbauen: Texte verfassen bzw. einlesen, Bilder einbinden…
  • Theme gestalten: Damit die neue Website nicht aussieht wie alle anderen, erarbeitet Studio2 eine individuelle Gestaltungsvorlage. Mit Ihrem Logo, individuellem Kopfbereich und Farbschema, Schriftarten, Buttons, Favicon (die Grafik in der Adresszeile)…
  • Plugins einbinden: In der Regel reichen die Möglichkeiten der Basisinstallation nicht aus. Dafür werden im System Plugins (Zusatzfunktionen) installiert und an die jeweilige Website angepasst: wechselnde Slider auf der Startseite, erweiterte Bildbetrachter, Landkarten, Sprachenwechsel, Kontaktformular, Onlineshop, dazu diverse Administrationstools, z. B. zum automatischen Sichern der Website, zum Steigern der Sicherheit und der Geschwindigkeit…

Im Gegensatz zu einem Print-Produkt ist eine Website nie »fertig«. Das WordPress-System lässt sich jederzeit bearbeiten, um neue Seiten oder Funktionen erweitern und technisch auf den neuesten Stand bringen. Das klingt vielleicht selbstverständlich. Aber immer noch behandeln viele Chefs, Vertriebsleute und Techniker ihre Website wie einen fertigen Firmenprospekt im Schrank, nicht wie ein lebendiges Informationsmedium.

Warum WordPress?

WordPress ist heute eines der weltweit am meisten genutzten Content Management Systeme. Im Vergleich zu anderen Systemen (wie Typo3 oder Joomla) legen die WordPress-Entwickler besonders großen Wert auf gute Bedienbarkeit und das Einhalten von Webstandards. Nach meinen Erfahrungen läuft auch das Einbinden und Aktualisieren der Plugins der verschiedensten Anbieter ohne Probleme, was keineswegs selbstverständlich ist. Hier die wichtigsten Aspekte auf einen Blick:

  • Leicht zu bedienendes und schnelles System für Websites
  • Verwaltet Seiten und Texte, Bilder und andere Medien, Links und Suchbegriffe
  • Designfreiheit durch individuelle Gestaltungsvorlagen, unabhängig vom Seiteninhalt
  • Individuelle Zugriffsrechte für verschiedene Mitarbeiter
  • Durch zahlreiche Plugins (derzeit ca. 25.000) beliebig zu erweitern
  • Für mehrsprachige Websites geeignet
  • System wird kontinuierlich weiterentwickelt (Funktionen und Sicherheit)

Lizenzen / Kosten

WordPress ist Open Source-Software. Es wird nicht von einem Unternehmen, sondern von einer Online-Community aus vielen Entwicklern entwickelt und steht allen Interessierten kostenlos zur Verfügung, auch für kommerzielle Websites. Die Community entwickelt WordPress kontinuierlich weiter. Es ist aber ebenso möglich, die WordPress-Installation auf dem eigenen Webserver einfach unverändert stehen zu lassen.

Die Plugins stammen meist nicht von WordPress selbst, sondern von einzelnen Entwicklern oder Unternehmen. Manche sind kostenpflichtig. Die meisten sind jedoch ebenfalls kostenlos – wobei freiwillige Beiträge der Nutzer natürlich immer willkommen sind.

Weitere Informationen:
http://wordpress.org/about/
http://de.wikipedia.org/wiki/Wordpress

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